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TU Berlin

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Geschichte

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Von den Anfängen bis zur Institutsgründung

Das Institut für Luft- und Raumfahrttechnik der Technischen Universität Berlin geht auf die Abteilung Flugtechnik zurück, die 1955 gegründet wurde. Zwar wurde die TU Berlin bereits im Jahr 1946 neugegründet, jedoch konnte die Lehre der Flugtechnik erst aufgenommen werden, nachdem 1955 der Flugzeugbau in der Bundesrepublik wieder zugelassen wurde.

Die Abteilung Flugtechnik bestand zunächst aus den Lehrstühlen Luftfahrzeugbau (Prof. Hertel) und Luftfahrzeugführung (Prof. Rößger). Hinzu kamen die assoziierten Mitglieder der Lehrstühle Strömungslehre, Werkstoffe der Flugtechnik, Verbrennungskraftmaschinen und Gasturbinen, sowie Leichtbau und Gasdynamik. Im Jahr 1957 kam der dritte Kernlehrstuhl Luftfahrtantriebe (Prof. Münzberg) hinzu. Prof. Hertel initiierte im Jahr 1969 die erste Institutssatzung der TU Berlin für das Institut für Luftfahrzeugbau (ILTUB). Prof. Rößger übernahm die Satzung weitestgehend für das Institut für Flugzeugführung. Beide Institutsdirektoren setzten alle Hebel in Bewegung, um den bei der Berufung zugesagten Institutsneubau zu erhalten.

1959 wurde der Grundstein gelegt, Mai 1960 war Richtfest und 1961 wurde das Institut bezogen. Die Einweihungsfeier fand 1964 statt, als Großanlagen, wie der Überschallwindkanal, die 5-Felder-Prüfanlage und die Heiss-Kalt-Anlage (wie der Thermowindkanal damals hieß) fertiggestellt wurden.

Gründung des Instituts und Erweiterung des Flugtechnik Gebäudes

Richtfest und Entstehungsphase des Institutsneubaus
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In den Jahren 1970/71 wurden die Fakultäten aufgelöst und alle Lehrstühle und Institute der Abteilung Flugtechnik gingen in den neuen Fachbereich Verkehrswesen ein, der sich im Juli 1972 konstituierte. Die Überschalltechnik wurde dem  Fachbereich Physikalische Ingenieurwissenschaften zugeordnet. Im Gegenzug erhielt der Fachbereich die Konstruktionslehre. Zum Gründungsvorsitzenden des Fachbereichs wurde Prof. Manfred Fricke gewählt, der später auch Präsident der Technischen Universität Berlin wurde.

Im Dezember 1972 war die Geburtsstunde des heutigen Instituts für Luft- und Raumfahrttechnik (ILR) mit Prof. Ganzer als erstem Geschäftsführenden Direktor. Die offizielle Institutseröffnung wurde im April 1974 zelebriert. Mit 14 Hochschullehrer-Planstellen, 50 wissenschaftlichen Mitarbeitern und 52 sonstige Mitarbeitern war das ILR ein großes Institut an der TU Berlin. Zum Erfolg des Institutes trug auch bei, dass das Institut sowohl den engen Bezug zu den eigentlichen Fachgebieten der Luft- und Raumfahrt hatte, aber auch einen Beitrag zu verwandten technisch/wissenschaftlichen Problemen leistete. Beispielhaft sind die Bereiche Windenergieanlagen (Prof. Robert Gasch) oder Rad-Schiene-Probleme (Prof. Klaus Knothe) zu nennen.

Im Jahre 1983 wurde mit der Berufung von Prof. Renner die Satellitentechnik am Institut etabliert. Das Flugtechnik-Gebäude wurde aufgestockt, sodass alle bislang weit verzweigt untergebrachten Fachgebiete des Institutes in einem Gebäude zusammengefasst werden konnten. Es entstand ein Querschiff des Altbaus, das im Dezember 1990 bezogen wurde.

Mit dem Neubau in die Gegenwart

A330/A340 Full-Flight Simulator des ZFBs
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Im Jahr 1990 wurde das Zentrum für Flugsimulation Berlin (ZFB) gegründet, welches, durch den unermüdlichen Einsatz von Prof. Fricke, nach Fertigstellung des Neubaus, den Trainings- und Forschungsflugsimulator, einen Airbus A330/A340 Full-Flight-Simulator, in Betrieb nehmen konnte.

Im Jahr 2009 wurde der Simulator deinstalliert und an eine finnische Fluggesellschaft übergeben.

Heute umfasst das Institut sechs Fachgebiete, ein Fachgebiet in Doppelmitgliedschaft sowie zwei S-Professuren mit dem DLR. Zwar besitzt das Institut keinen Full-Flight-Simulator mehr im Haus, jedoch konnten zahlreiche kleinere Flugsimulatoren ohne Bewegungssystem aufgebaut werden (u.a. der Forschungs- und Entwicklungssimulator SEPHIR). Dank der Kooperation mit Lufthansa Flight Training besteht aber weiterhin die Möglichkeit Full-Flight-Simulatoren in Berlin Schönefeld und in Frankfurt für Forschung und Lehre zu nutzen. Außerdem wurden am ILR eine große Anzahl von Testständen für aerodynamische Untersuchungen und Triebwerke in Betrieb genommen. Zahlreiche Satelliten wurden und werden vom Institut ins All geschickt. Somit kann die erfolgreiche Tradition des Instituts in Forschung und Lehre fortgesetzt werden.

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